Gegenkultur und Subkultur in der DDR

Die Gedenkstätte Bautzner Straße zeigt noch bis zum 31. August 2018 in Kooperation mit dem Lügenmuseum Radebeul e. V. die Plakatausstellung Interieur Underground und Arbeiten von Reinhard Zabka aus den 1980er Jahren.

weiterlesen

Zur Ausstellungseröffnung (9. Dezember 2017) Interieur Underground im Lügenmuseum in Radebeul-Serkowitz gab es ein Redebeitrag aus der kunsthistorischen Sicht von Teresa Ende, ein Beitrag von Thomas Gerlach, der die Katalog Texte mit bearbeitet hat, und ein Beitrag aus der Perspektive der Subkultur von Historikerin Katharina Lenski.

weiterlesen



Die Lüge ist ewig, weil sie wahr ist. Sonderausstellung und Katalog mit Geschichten von 1989 im Lügenmuseum
von Ralf Nachtmann
jot w.d. Die Andere aus Martahn-Hellersdorf. 23. Jahrgang, Nr. 1/2018, 257. Ausgabe, Seite 10

Thema
Interieur Underground ist der Titel einer neuen Rauminszenierung im Lügenmuseum Radebeul. Sie zeigt Kunstwerke randständiger Künstlern und der Subkultur der DDR. Dieser Raum und die dazugehörige Publikation vermittelt Einsichten in die ästhetischen Ausdrucksformen subkultureller Künstler bis hin zu den bilderstürmerischen Installationen der friedlichen Revolution in Ostdeutschland von den 1968-Jahren bis 1990. Der Underground (englisch, wörtlich: Untergrund) in der Kunst, in Ost wie in West, ist eine Szene, die als Gegenkultur nicht auf die Masse ausgerichtet ist, eigene Codes und eigene Sprachen entwickelt und unabhängig produziert. Ihre gesellschaftliche Taktlosigkeit ist ein in der Kunst äußerst schöpferischer Faktor.

weiterlesen

WuKaMenta #serkowitz 2016 – 100 Jahre DADA. Am 7. Oktober 2016 im Lügenmuseum. Foto: André Wirsig
Labyrint der Wende 2009. Am 27. August 2009 in der Marienkirche von Frankfurt (Oder). Foto: André Wirsig

MUSILAB in Radebeul 2010. Foto: Reinhard Zabka

Seit 1977 14 Jahre als Bühnenkomponist und Schauspielmusiker an verschiedenen Bühnen der DDR als Geräuschemacher beschäftigt: z.B. Staatstheater Schwerin, Greifswald, Neustrelitz, Anklam, Frankfurt/Oder, Annaberg/Buchholz, Halle, Theater unterm Dach/Berlin.
1984 u. 89: Musik zu zwei Hörspielen und Puppenspielen;
1992: Teilnahme am Artfestival Bali/Indonesien;
1995/96: musikalische Begleitung zweier Theatersommerprojekte mit Kindern und Jugendlichen;
1998: Mitwirkung beim ersten Musikfestival nach dem Krieg in Jajce/Bosnien;
Seit 1992 mehrere Auftritte im Lügenmuseum Babe, dann in Gantikow und jetzt in Radebeul bei Dresden.
Seit 2005: Angehöriger der Künstlergruppe NNU (Neuer Notwendiger Untergrund) als Schauspielmusiker und Bühnenkomponist, Mitwirkung an mehreren Produktionen. Höhepunkte waren 2007 die Teilnahme am Portugisisch-Deutschen Theaterfestival in Köln (mit »Iphigenie auf Tauris« von Faßbinder), 2010 am Theaterherbst in Greiz (mit »Hamletmaschine« von Heiner Müller) und 2011 am internationalen NNU-Festival in der Theaterkapelle in Berlin.
2008: erfolgreiche Teilnahme am Guinesswettbewerb »Singende Säge« in Gostyn (Polen).
2009: auch im Labyrinth der Wende in Frankfurt (Oder).
2010: Teilnahme an einem Projekt von Sounding D »Verstehen Sie Bahnhof« aufgeführt auf dem Berliner Hauptbahnhof.
2010: Mitwirkung im Rahmen des Musilab /Feuerperformance Kötzschenbroda/Radebeul.
2013: DDR Museum in Berlin. Performace: 40 Geräusche aus der DDR.
2016: Teilnahme an der WuKaMenta #serkowitz 2016 – 100 Jahre DADA im Lügenmuseum in Radebeul.
2017: Performance zur Eröffnung der Ausstellung Interieur Underground im Lügenmuseum in Radebuel.
2018: Einladung zur WuKaMenta 2018 – Vierter Akt zum Schaubudensommer 13.-15. Juli 2017 vor der Scheune in Dresden.