So geht sächsisch — Museum des Monats Juli 2016

Das Museum des Monats befindet sich in Radebeul. Die Image-Kampagne des Freistaats „So geht sächsisch“ stellt das Lügenmuseum vor.

Dem 700 Jahre alten Gasthof Serkowitz sieht man nicht an, dass sich darin eines der außergewöhnlichsten Museen im deutschsprachigen Raum befindet – das Lügenmuseum. Es lockt mit anheimelnden Räumen voller Sehnsucht und Sammellust, die eine Begegnung mit Privatem vortäuschen und mit „heimlich“ und „unheimlich“ changierenden Wechselbädern verunsichert. Die Besucher können den Wandel der künstlerischen Eroberungen von der Collage, Assemblage, über das Environment zum Künstlermuseum verfolgen, vom Kunstwerk als Sammelobjekt zur Sammlung als Kunstwerk. Die virtuosen „Lügen“ der kunstvollen Wunderkammern sind dabei immer als solche zu erkennen.

Das Lügenmuseum handelt von Wahrheiten und Illusionen, die keinen praktischen Nutzen haben. Zwischen Karl May, dem phantastischer Erzähler und den Gegenstimmen der DDR, wo die Macht der Phantasie im Angesicht der Zensur erlebbar wird, ist das Lügenmuseum ein ideales Ausflugsziel für die ganze Familie.

Das Lügenmuseum ist in der Ausstellung „Gegenstimmen. Kunst in der DDR 1976-1989“ von 16. Juli bis 26. September 2016 in Martin-Gropius-Bau Berlin vertreten.
Vernissage der Ausstellung  15. Juli 2016, 19 Uhr

Foto: André Wirsig