Wunderkammer und Kunstkabinett-Festival Dresden Radebeul 13.6. – 26.6.2016

Viele Künstler träumen davon, mit ihrer Kunst in Paris oder New York zu agieren. Aus solch einem Traum entstand die Idee des Wunderkammerfestivals – WuKaMenta.
Die Stadt Dresden unterstützt nun diese Form der Kunst im öffentlichen Raum kurzfristig, um den Neumarkt für Dresdner Bürger und Touristen zu beleben und inhaltlich aufzuwerten.
Die ersten bürokratischen und finanziellen Hürden haben wir genommen.
Mobile Galerien mit wechselnden Künstlern und das Lügenmuseum stehen vom 13. – 26. Juni auf dem Neumarkt in Dresden, quasi vor der Frauenkirche.

Dabei sind u.a.: Clown Lulu, Opermania, Uta Hauthal – Poesie Tankstelle, Hilla Steinert, Justus Ehras, Peter Till, Roland Gorlsleben, Richard von Gigantikow – Lügenmuseum, Peter Wawerzinek, Salon Tusch, Olaf & Möne Spillner, Klaus Liebscher, Silvia Graeff…

Wir suchen noch Unterstützer bei der Organisation und auch spontane Teilnehmer.

Reinhard Zabka spricht mit interessierten Mitstreiterinnen. Vor-Ort-Termin auf dem Neumarkt zur Vorbereitung für das Wunderkammernfestival am 26. Mai 2016 in der Dresdner Altstadt. Foto: André Wirsig

Reinhard Zabka spricht mit interessierten Mitstreiterinnen. Vor-Ort-Termin auf dem Neumarkt zur Vorbereitung für das Wunderkammernfestival am 26. Mai 2016 in der Dresdner Altstadt.
Foto: André Wirsig

Wer mal etwas auf ausprobieren oder zeigen will, hier ist der geeignete Rahmen.

Mehr Infos: http://kunst-der-luege.de/wukamenta/


Sebastian Quiroz. Justus Ehras.
Hannes Heyne. Klaus Liebscher.
Operamania. Ka Dietze.
Joachim Lippmann & Dieter Beckert.
Roland Gorsleben.
Möne & Olaf Spillner
° Finissage ° 26.6.2016 °


Sebastian Quiroz. Luise Matzat.
Justus Ehras. Roland Gorsleben.
Möne & Olaf Spillner
° 25.6.2016 °


Anna Mateur. André Winkler.
Möne & Olaf Spillner.
Dorothee Kletzsch. Luise Matzat.
Ka Dietze. Frank-Ole Haake.
Klaus Rudolf. Roland Gorsleben.
° 24.6.2016 °


Roland Gorsleben. Möne & Olaf Spillner.
Ka Dietze. Gabriel Krappmann. Tanja Rein
° 23.6.2016 °


Salon Tusch. Hilla Steinert.
Frank Ole Haake. André Winkler.
Silvio Colditz. Specht Combo
° 22.6.2016 °


Peter Wawerzinek. Salon Tusch.
Stephan Zwerenz.
Thomas Schönfeld. Silvio Colditz
° 21.6.2016 °


Salon Tusch. Klaus Liebscher.
Stephan Zwerenz
° 20.6.2016 °


Muriel Cornejo & César Olhagaray.
Klaus Liebscher
° 19.6.2016 °


Muriel Cornejo & César Olhagaray.
Klaus Liebscher. Robert Hennig
° 18.6.2016 °


Klaus Liebscher. Uwe Hartmann
° 17.6.2016 °


Nazanin Zandi. Uwe Hartmann.
Robert Hennig. Irina Bugataja
° 16.6.2016 °


Jörg Richter
° 15.6.2016 °


Anke Ewers
° 14.6.2016 °


Peter Till. Uta Hauthal
° 13.6.2016 °


Richard von Gigantikow
° Planung und Konstruktion °

Pieschener „Buddelflink“ – Kinder stellen im Lügenmuseum aus

In den vergangenen Wochen wurden sie zu wahren „Mülldetektiven“: Die Jungen und Mädchen der kommunalen Kita „Buddelflink“ aus Pieschen präsentieren ihre Recycling-Kunstwerke im Radebeuler Lügenmuseum, Kötzschenbrodaer Straße 39.

Die Eröffnung dazu findet am Freitag, 3.Juni , von 10 bis 11 Uhr, statt. Kinder, Eltern und Interessierte sind zur Projektausstellung ebenfalls herzlichj willkommen und eingeladen. Die Ausstellung ist weiterhin an den Wochenenden des 4. und 5. Juni aowie des 11. und 12. Juni jewils von 13 bis 18 Uhr zu besichtigen.

"Enzo

Enzo (5) hat aus alten Plastikflasche eine Weltraumrakete gebaut.
Foto: André Wirsig

Lia (5, links) und Lucy (5) zeigen ihre gebastelte Puppe „Elsa“. Vorstellung der kleinen Sonderschau „Der Wegwerfgesellschaft auf der Spur“ mit Kunstobjekten aus Recyclingmaterialien am 03. Juni 2016 im Lügenmuseum Radebeul. Die Kinder der städtischen Kindertagesstätte „Buddelflink“ in Dresden-Pieschen beteiligen sich an der deutschlandweiten Aktion zur Müllvermeidung und zeigen vom 3. bis 12. Juni 2016 ihre Kunstobjekte im Lügenmuseum Radebeul. Foto: André Wirsig

Lia (5, links) und Lucy (5) zeigen ihre gebastelte Puppe „Elsa“. 
Foto: André Wirsig

Anlässlich des Weltumwelttags am 5. Juni setzt die komunale Dresdner Kindertageseinrichtung wie 650 weitere Einrichtungen in Deutschland ein Zeichen gegen Wegwerfplastik und für mehr Ressourcenschutz. Die Kita-Leiterin Katrin Herrmann ist begeistert von der Aktion: „Die Mädchen und Jungen konnten durch dieses Projekt ihren Ideen freien Lauf lassen und haben dabei viele interessante Wege zur Müllvermeidung und kreative Möglichkeiten zum Umgang mit Müll gesammelt“. So entstanden aus alltäglichen Gegenständen, die einst für die Mülltonne gedacht waren, fantasievolle Objekte wie Roboter, Boote und Raketen. Die Kita ermöglich den Kindern damit einen kreativen Ansatz zur Bildungsarbeit und leistet einen wertvollen Beitrag zur Ressourcenschonung.

Die Akton „Mülldetektive – Kita-Kinder werden aktiv“ wurde durch die Hamburger Save Our Future-Umweltstiftung ins Leben gerufen und unterstützen zahlreiche ähnliche Aktivitäten in Kitas rund um das Thema Ressourcenschutz.

Fotos: André Wirsig
Quelle: Dresdner Amtsblatt, 22/2016

Es ist so weit. Das Jahr geht zu Ende und damit unsere zwei Kunstprojekte. Finissage: ach – die heimat, Kunst im öffentlichen Raum des Dorfes Serkowitz am 29. 12. 2015 um 17 Uhr.

„Da erinnern installierte Fischernetze aus filigranem Maschendraht in einem Vorgarten an die Flut und gefaltete Objekte an Segel, die der Künstler Jens Gebhardt aufstellte. (…) Auf einer Wiese vor einer Eiche auf dem Dorfanger steht eine steinerne Bank mit der märchenhaften Aufschrift „Es war einmal …“. Sie lädt ein zum Sitzen, Verweilen und Erinnern. „Mit der Bank steht etwas Bleibendes da, auch als eine Hoffnung und Vision, dass die Welt schöner wird“, sagt der junge Künstler Levi Wolffe.
Lilli Vostry, Sächsische Zeitung, 29. 12. 2015

Reusen · Arbeit von Jens Gebhard · ach – die heimat· Foto: André Wirsig · © Lügenmuseum

Bank · Arbeit von Lewi Wollfe · ach – die heimat · Foto: André Wirsig · © Lügenmuseum

Finissage: Labyrinth Deutsche Einheit, Ausstellung im Tanzsaal des Gasthofes.

„Im Obergeschoss geht die geheimnisvolle Kunstwelt weiter: Mit Taschenlampen lässt sich das „Labyrinth  Deutsche Einheit“ erkunden, das dann in der Eltern- und Großelterngeneration für Aha-Effekte sorgt: Neben den künstlerischen Statements von Holger John, Kathrin Süß und vielen anderen geht es um die große Frage: Wie viel Deutsche Einheit ist nach 25 Jahre überhaupt Realität?“
Siiri Klose, Sächsische Zeitung, 23. 12. 2015

Richard v. Gigantikow

Esklickt, klackt und klappert, es dreht sich, zappelt und leuchtet…
Die Ausstellung Wunderforschung ist ein skurriles Kunstkabinett voller rätselhafter Gebilde. Mechanische Apparate, multimediale Installationen und magische Alltagsfundstücke ladeb uns ein, mit kindlicher Neugier die wundersamen Urprinzipien unserer Welt zu erforschen. Das Universum wird in den kleinen Dingen betrachtbar.

Die Idee der Kunst- und Wunderkammer als eine Weiterentwicklung des Kuriositätenkabinetts (Panoptikum) erlebte seine Hochphase in der Spätrenaissance und im Barock. Man versuchte die Weltanschauung und den Wissensstand jeweiliger Zeit auf spektakuläre Weise darzustellen. Ausgestellt wurden kostbare Kunstwerke (Artificialia), seltene Naturalien (Naturalia), wissenschaftliche Instrumente (Scientifica), Exponate aus fremden Kulturen (Exotica) und unerklärliche Dinge (Mirabilia). Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurden diese Ausstellungsobjekte in spezialisierte wissenschaftliche Sammlungen gegeben und die Kunst- und Wunderkabinette aufgelöst.
Seit einigen Jahren zeigt sich wieder eine museale Tendenz zur Wunderkammer.

Die Ausstellung Wunderforschung verbindet das große, universale und enzyklopädische Modell mit dem Kleinen, den Alltagsfundstücken, den individuellen Geschichten und den verflochtenen Wegen der künstlerischen Recherche.

Sie wird das wilde Denken der Findenden aufgreifen, banale Stücke in neuen Konstellationen sowie wundersame und erstaunliche Gebilde zeigen, schließlich Objekte und Filme, die Geschichten erzählen.

Vernissage am 4. Dezember um 20 Uhr mit Fassadenprojektion von Philipp Baumgarten und mit Musik von Irina Naudszus (französische Ziehharmonika).

Es stellen aus:
David Campesino
Robert Frenzel
Anna Mateur
Annette Munk
Erwin Stache
Katrin Süss
Jim Whiting
Sebastian Quiroz
Reinhard Zabka
Pomona Zipser

In Kooperation mit dem Lügenmuseum Radebeul
Kurator: Richard v. Gigantikow

HOLE OF FAME
Königsbrücker Str. 39
01099 Dresden

SKSDresden

In den Herbstferien bis 23. Oktober 2015 ist das Lügenmuseum in Radebeul wieder täglich geöffnet. Es gibt eine Sonderausstellung im historischen Tanzsaal Labyrinth Deutsche Einheit. Bei einem Kunstprojekt im öffentlichen Raum von Serkowitz sind Kunstwerke von 10 Künstlern zu finden.

Heimatsuche · Arbeit von Annette Munk 2015 ·
Foto: Richard v. Gigantikow · © Lügenmuseum 2015

U.a. Annette Munk mit „Heimatsuche“ an der Decke des Saaleingangs vom Gasthof und ein „Flüssiges Einwohnerregister“ von André Wirsig.
Im Meinungsstreit mit Fremdenfeindlichkeit, Hass und Pegida brauchen wir Kraft. Kraft sammeln wir bei empathischen Begegnungen, bei ermutigenden Aktionen und an inspirierenden Orten. Ein solcher Ort voller Träume, Visionen und Humor ist das Lügenmuseum.

„This is the craziest museum I have ever seen in my life, and I have seen quite a lot.“ Ekaterine aus Lissabom, Besucherbuch 2015

Die optischen Überwältigung und irritierenden Raumwirkungen erregen das Gemüt. Es muss schon fabelhaft, außergewöhnlich und erbaulich sein, um in einer traurigen, ungeklärten Situation zu überleben.

Richard v. Gigantikow

Nach der Untergrundausstellung „unverbesserlich ’89“ in 2014 im historischen Tanzsaal vom Gasthof Serkowitz nun der 2. Teil: Labyrinth Deutsche Einheit.

Mit Taschenlampe zu erleben: Das Labyrinth Deutsche Einheit im Lügenmuseum · Foto: André Wirsig · © Lügenmuseum 2015

Der künstlerische Anspruch für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in der Stadt Leipzig endete in einer Kollision der politisch – instrumentellen Interessen. Am 16. Mai 2014 stoppte Oberbürgermeister Burkhard Jung den Wettbewerb.

Der Konflikt mit vielfältigen Instrumentalisierungsansprüchen, diffusen Volksmeinungen, politischen Antipathien und geschmacklichen Urteilen schädigte die Idee erheblich. Für das geplante „Freiheits- und Einheitsdenkmal“ in Berlin gab am 13. April 2011 Kulturstaatsminister Bernd Neumann den endgültigen Sieger bekannt: den Gemeinschaftsentwurf von Johannes Milla und Partner (Stuttgart) und Shasha Waltz (Berlin). Für das Denkmal, das auf dem Berliner Schlossplatz errichten werden soll, fehlten repräsentative Aussagen von Bürgerrechtlern und Demonstranten des Herbstes 1989. Es sparte die Probleme, das Knirschen und ja, auch die gefühlte Marginalisierung vieler Ostdeutscher aus. Der Entwurf wurde mit viel Gemauschel und ganz ohne Bürgerbeteiligung zum Sieger gekürt und erntete Hohn und Häme. Die Leute fühlten sich verschaukelt.

Joseph Beuys wollte den überkommenen Denkmalbegriff sprengen und dessen Starre überwinden. Von ihm stammt der Begriff der „sozialen Plastik“. Es bedarf keiner – und schon gar keiner millionenteueren – Installation, meinte Beuys, um denken anzuregen und dadurch soziale Plastiken hervorzubringen.

In dieser Vorstellung von Beuys ist auch das hier beantragte Projekt einzugliedern. Das Labyrinth der Einheit involviert sowohl Künstler verschiedener Herkunft, mit unterschiedlichem Hintergrund und aus unterschiedlichen Sparten als auch interessierte Bürger und die Besucher.

Die Einheit ist nicht abgeschlossen und die Teilung nicht überwunden, denn die Vorurteile auf beiden Seiten der Elbe wollen nicht verschwinden.

Das unabhängige Wirken ausgegrenzter Künstler im Osten bereitete mit dem Weg zur friedlichen Revolution und zum Mauerfall und schließlich zur Deutschen Einheit. Heute möchte diese Ausstellung Toleranz vermitteln, sie wird helfen, Frustration und Ablehnung in Kreativität umzuformen. Das Labyrinth der Deutschen Einheit wird zum einem zeitgenössischen Wandelgang, einem Kreuzgang durch die Geschichte der Wiedervereinigung.

Das Labyrinth zeigt das Prozesshafte der Einheit, den Blick aus verschiedenen Perspektiven. Erinnerungsrituale, Instrumentalisierung und Deutungshoheit der Geschichte werden in eine zeitgenössische Form übersetzt hin zu einem differenzierten Erinnern. Mit vermittelnden Argumentationen verweist das Kunstprojekt auf das Grundprinzip einer demokratischen Kunstauffassung.

Richard v. Gigantikow

Beteiligte Künstler: Anthony Beilby (AUS), David Campesino (E), Sophie Cau (F), Richard von Gigantikow, Roland Gorlsleben, Martin Hoffmann, Holger John, Klaus Liebscher, Manuel Lütgenhorst, Reiner Müller, Olaf und Simone Spillner, Katrin Süss, Pomona Zipser

Ausstellungsort:  Lügenmuseum, Gasthof Serkowitz
Ausstellungsdauer:  12. 09. – 29. 12. 2015

Gefördert und Unterstützt durch:

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