In den Sommerferien gibt es wieder eine Aktion im Lügenmuseum: vom 26.6.–6.8. ist es täglich von 13 – 18 Uhr geöffnet. Das Publikum hat längst entschieden, sie lieben es: das Lügenmuseum im Gasthof Serkowitz in Radebeul — ein Freiflugschein für die Phantasie. Als Familienausflug ist es sehr beliebt und wenn die Großeltern mit ihren Enkelin forschend durch das Lügenmuseum wandeln, dann…

Der Surrealismus feierte 1936 die Auferstehung des Wunderbaren und rehabilitierte die geschmähte Idee der Wunderkammer. In der Wunderkammer Lügenmuseums werden den staunenden Besuchern Dinge vor Augen geführt, die es gar nicht gibt. Ein Loch aus der Zauberflöte von Mozart verweist auf den Kult der Osiris, das Hörbild der Kyritzer Knatter verortet lokale Legenden, die Silberbüchse von Winnetou bezieht sich auf den phantastischen Erzähler, das Ohr von Vincent van Gogh ironisiert künstlerische Mythenbildung und der Originalton vom Untergang der Titanic ist einfach großes Kino. Ironische Spielereien führen an die Klippen des Nichts. Alle Dinge auf den Tisch, bis er bricht.
Das Lügenmuseum ist ein inspirierendes Spielfeld, argwöhnisch gegenüber der Kunst, gegen die Logik der Universalien, ein nicht unterscheidendes Museum. Eine Sammlung aus dem Untergrund der DDR im Dialog mit zeitgenössischen, ethnologischen, kinetischen Objekten, Weltkunst, Klang, Fake, Obart, voller Paradoxien, offensichtlichen Widersprüchen, um gewohnte Denkmuster aufzubrechen. Es wendet sich gegen den akademisch gedrechselten Künstler, entzieht sich dem Kitsch durch das Obszöne. Es stellt sich gegen eine „…grauenerregende artifizielle Harmlosigkeit und Biederkeit“ und bedient sich radikal des Absurden und der Groteske. Es kann Erschrecken und Abwehr beim Zuschauer hervorrufen, aber auch Heiterkeit und Leichtigkeit im Umgang mit der Realität.

Achtung:
Ab Montag 10.07.2017 ist ein Stück der Kötzschenbrodaer Straße bis Ende Jahres gesperrt. Für den Verkehr gibt es Umleitungen. Wer in Richtung Dresden unterwegs ist, wird gar nicht mehr durch Altserkowitz geleitet. Schon am Kaufland sollen die Fahrer auf die Weintraubenstraße abbiegen und dann weiter über die Meißner Straße fahren. Verkehr aus Richtung Dresden muss kurz hinter der Aral-Tankstelle in Dresden-Kaditz in die Spitzhausstraße abbiegen. Die Umleitung führt weiter über die Serkowitzer Straße zum Lügenmuseum.

Lügenmuseum, Kötzschenbrodaer Strasse 39, 10445 Radebeul
Richard v. Gigantikow
Handy 0176 – 99 02 56 52
www.luegenmuseum.de

Beitragsfoto: André Wirsig

Osteraktion im Lügenmuseum zu Radebeul: Ein Freiflugschein für die Phantasie. Das legendäre Museum der Dinge, die es nicht gibt, ist in den Osterferien wieder täglich 13-18 Uhr geöffnet.

Spricht man dann die Wahrheit, wenn man im Lügenmuseum lügt?
Ist nicht jeder ein wandelndes Lügenmuseum?
Lügenmuseum, das ist ein höchst kompliziertes Thema, und es erhält quasi immer wieder von aussen Zuwachs.

Es lügt mich, es lügt mich nicht. Das Publikum hat längst entschieden.
Sie lieben es: das Lügenmuseum im Gasthof Serkowitz in Radebeul.
Hier sein oder nicht sein, ist keine Frage mehr.

Lügenmuseum, Kötzschenbrodaer Strasse 39, 10445 Radebeul
Richard v. Gigantikow
Handy 0176 – 99 02 56 52
www.luegenmuseum.de info@luegenmuseum.de

„Ich habe mir alles selbst erfunden, eine Kindheit, eine Persönlichkeit, Sehnsüchte, Träume, Erinnerungen, um sie erzählen zu können, die Lüge ist immer interessanter als die Wahrheit.“

Nach diesem Motto von Federico Fellini wurde das Lügenmuseum 1990 als eine kulturelle Überlebensstrategie im ländlichen Raum eröffnet. Der Gründer ließ sich vor dem Ungehörigen, der Geschmacklosigkeit und dem Skandal leiten, denn der Künstler, der sich davor fürchtet, sei nicht viel wert. Mit einem eigenen Museum entzog sich der Künstler den Mechanismen des Kunstmarktes und behielt die Deutungshohheit über seine eigene Geschichte. Heute kann diese ehemals verbotene Kunst, zensierte Objekte und Installationen im Lügenmuseum erlebt werden. Die virtuosen „Lügen“ dieser kunstvollen Wunderkammern sind dabei immer als solche zu erkennen.

Wie Wolken mit der Empfindung der Freiheit, ziehen all` die Ideen und Objekte durch die Geräumigkeit des Lügenmuseums. Das Lügenmuseum beflügelt die Phantasie, ein Ausflugsziel für die ganze Familie.

Beitragsfoto: André Wirsig

Nach der Schließung des DDR Museums in Radebeul übernimmt das Lügenmuseum nun diese Rolle. Auch wenn das Lügenmuseum nicht in die Kategorie der Ostalgie gehört, können die Besucher authentische DDR Geschichte erleben: die Poesie des Untergrunds, die kostbaren Eigentümlichkeiten der ausgegrenzten Kunst, die unkonventionellen Ideen der ostdeutschen Subkultur. Sie verweisen auf die Hoffnungen und die Verzweiflungen stellvertretend ausgegrenzter Jugendlicher, auf die Macht der Phantasie im Angesicht der Zensur.

Nach einer Einführung und einem Lügentee beginnt der Rundgang durch die zehn Räume. Der Raum „Atelier eines Dissidenten“ zeigt die Notstandskreativität der Mangelwirtschaft, der Raum „Vittoriale der Ostdeutschen“ die produktive Verwirrung einer sinnverweigernden Kunstproduktion, der Raum „Grüße von Überall“ das Unbehagen vor und nach dem Mauerfall und der Raum „Seit bereit“ ausjurierte Kunstwerke, Manifeste und Pamphlete. Dank einer Förderung der Stiftung Aufarbeitung wird dieses Jahres eine neue Rauminszenierung „Interieur Underground“ entwickelt. Der Raum wird Kunstwerke und Geschichten ausgegrenzter Künstler und der subkulturellen Szene in Ostdeutschland präsentieren.

Der poetische Lügner verweist mit dem „Wahren DDR Museum“, und dies gehört zu seiner Raffinesse, auf die Ursprünge der Poesie. Ob sinnlose Weihnachtsgeschenke oder Wahres DDR Museum, das meiste ist gar nicht irgendwie gemeint, will an gar nichts mehr erinnern, hat die Erinnerung an sich selbst fast aufgegeben und kreist als nutzloses Spielwerk lächelnd um sich selbst. Man kann spüren, wie die irrwitzigen Zusammenstöße im eigenen Kopf Funken schlagen.

Das Lügenmuseums ist das Chamäleon unter den Museen im Elbtal, ein unterhaltsames Ausflugsziel für die ganze Familie.

Im historischen Tanzsaal ist bis 1. April die Ausstellung WuKaMenta – 100 Jahre DaDa mit 22 zeitgenössischen Künstlern zu sehen.

Richard v. Gigantikow

Beitragsfoto: André Wirsig

Das Lügenmuseum feiert am 1. April ab 19 Uhr den internationalen Weltlügentag.
132 Jahre Lügenmuseum – es wurde der Legende nach 1884 gegründet.

Zum internationalen Weltlügenball ist alle Welt eingeladen.
Da heißt es wieder offenes Haus, offene Bühne und offenes Buffet, die Gäste sind eingeladen etwas mitzubringen.
Angekündigt hat sich die Fensterscheibenperformance „Extrakt des Lebens“ vom Pappschattira Schaukastentheater.

Gleichzeitig lädt Richard von Gigantikow zu seiner Geburtstagsparty 66 ein.

In seinen Installationen konnte der Wandel seiner künstlerischen Eroberungen von der Collage, Assemblage, über das Environment zum Künstlermuseum verfolgt werden, vom Kunstwerk als Sammelobjekt zur Sammlung als Kunstwerk. Als Querdenker und Traumverschwender versuchte er mit seinen temporären Interventionen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle „Kunst“ zu operieren. Die virtuosen „Lügen“ seiner kunstvollen Wunderkammern waren dabei immer als solche zu erkennen. Richard v. Gigantikow

In den Osterferien vom 25. 3. – 3. 4. 2016 ist das Lügenmuseum täglich von 13 – 18 Uhr geöffnet.

Aktuelle Infos: https://www.facebook.com/reinhard.zabka

„Ich habe mir alles selbst erfunden, eine Kindheit, eine Persönlichkeit, Sehnsüchte, Träume, Erinnerungen, um sie erzählen zu können, die Lüge ist immer interessanter als die Wahrheit.“

Nach diesem Motto von Federico Fellini wurde das Lügenmuseum 1990 als eine kulturelle Überlebensstrategie im ländlichen Raum eröffnet.

Der Gründer ließ sich vor dem Ungehörigen, der Geschmacklosigkeit und dem Skandal leiten, denn der Künstler, der sich davor fürchtet sei nicht viel wert. Mit einem eigenen Museum entzieht sich der Künstler den Mechanismen des Kunstmarktes und behält die Deutungshoheit über seine eigene Geschichte.

Heute kann diese ehemals verbotene Kunst, zensierte Objekte und Installationen im Lügenmuseum erlebt werden. Die virtuosen „Lügen“ dieser kunstvollen Wunderkammern waren dabei immer als solche zu erkennen.

Wie Wolken mit der Empfindung der Freiheit, ziehen all` die Ideen und Objekte durch die Geräumigkeit des Lügenmuseums.Das Lügenmuseum ist ein die Phantasie beflügelndes Ausflugsziel für die ganze Familie.

In den Osterferien ist das Lügenmuseum täglich von 13 – 18 Uhr geöffnet.

Richard von Gigantikow

In den Winterferien, 8. – 22. Februar 2016 ist das Lügenmuseum wieder täglich geöffnet. Es zeigt Maschinen zur Belustigung und anarchische Apparate im ironischen Leerlauf.

Winterferien im Lügenmuseum Foto: Richardt v. Gigantikow

Winterferien im Lügenmuseum · Foto: Richardt v. Gigantikow · © Lügenmuseum 2016

Das Lügenmuseum knüpft an der Wiederentdeckung der Wunderkammer, an der Erforschung der Träume, an der Art wie Ausstellungsstücke als Symbole unbewusster Erfahrungen positioniert wurden, als poetischen Welten in denen die Besucher träumend eintauchen können. Die Betrachter werden herein gelockt in anheimelnde Räume voller Sehnsucht und Sammellust, die Begegnungen mit Privatem vortäuschen, dann aber das heimliche in sein Gegenteil, das unheimliche übergehen lassen. Beim Rundgang kann der Wandel der künstlerischen Eroberungen des letzten Jahrhunderts von der Collage, Assemblage, über das Environment zum Künstlermuseum gut nachvollzogen werden, vom Kunstwerk als Sammelobjekt zur Sammlung als Kunstwerk.

Das augenzwinkernde Lügenmuseum ist ein Ausflugstipp für die ganze Familie. Elf Räume bieten witzige, abwechslungsreiche museale und pseudo-museale Ereignisse: „Einmal auf dem Sonnendeck der Titanic liegen und nicht an den Untergang denken“, „Grüße von Überall“ und „aus den Taschen vieler kleiner Jungen.“

Wie Wolken mit der Empfindung der Freiheit, ziehen all‘ die Objekte und Ideen am Betrachter durch die Räumlichkeiten.

Richard v. Gigantikow

Lügenmuseum Broschüre 2016