Bettina Zimmermann, Künstlerin

Bettina Zimmermann
Die bildende Künstlerin ist 1997 ins ruinöse Schloß Batzdorf gezogen.
Vision: Freiraum zum Arbeiten und Entfaltungsmöglichkeit für Kunstprojekte.
1992 gemeinnützigen Verein gegründet zum Erhalt und zur kulturellen Belebung.
15 Jahre Grundsanierung am Baukörper mit vereinten Kräften.
Pfingstspiele als Plattform für moderne experimentelle Kunstprojekte gegründet,
z.B. Livemalerei mit Tanzperformances, Objekteausstellung mit Künstlern des BBK Dresden und Leipzig.
Kleine Ladengalerie mit eigenen Objekten und Arbeiten.
Organisation von jährlich 2 Ausstellungen jeweils zu den Festspielen in der Schlosskapelle.
Gründung des Adventsmarktes auf Schloß Batzdorf.
PleinAires mit Kollegen und anschließenden Ausstellungen.
In Arbeit: schlösserverbindender Themenweg „Novalis“ mit Kunstobjekten am Wegesrand für das nähere Umfeld.
Zum alljährlichen Programm haben sich ebenso etabliert:
die Barockfestspiele der Batzdorfer Hofkapelle (Stefan Maass)
Theaterfestspiele (Tom Quaas)
Tag des offenen Denkmales (Restauratoren des e. V.)

Schloß Batzdorf

Fotos: Bettina Zimmermann


Das Künstlergut Prösitz hat sich eine in Deutschland und vielleicht auch aus internationaler Sicht einmalige und unverwechselbare Aufgabe gestellt, indes es jungen Bildhauerinnen mit Kindern Arbeitsmöglichkeiten bietet und Öffentlichkeitsangebote macht.

Fotos: Ute Hartwig-Schulz

Uta Hartwig-Schulz
1986-1991 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
1995 / 96 Meisterschülerin an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
seit 1997 Leiterin „Künstlergut Prösitz“
seit 2000 Projekt „Kunst statt Kohle“
seit 2003 Projekt „Kunst und Natur an der A14“
seit 2008 Projekt „Via Regia Sculptura“


Das Amberger Luftmuseum  verdankt sich einer Initiative des Amberger Künstlers Wilhelm Koch. Es befindet sich im ältesten Gebäude Ambergs aus dem 14. Jahrhundert am Eichenforstplatz unmittelbar am Fluss Vils.
Im Erdgeschoss werden Wechselausstellungen zu Luftthemen der Kunst, des Designs, der Architektur und der Technik gezeigt.
In den beiden Obergeschossen thematisiert das Museum die drei Themen Lufterfahrungen, Lufttechnologien und Luftvariationen anhand von zwei Dutzend Skulpturen des Museumsgründers und Luftbildhauers Wilhelm Koch.

Wilhelm Koch, Fotos: Erich Spahn

Wilhelm Koch
1960 Geboren in Etsdorf/Opf.
1981-86 Studium Kommunikations Design in Würzburg
1986-89 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München
1989-91 Studium an der Städelschule Frankfurt a. M., Meisterschüler
seit 1984 Ausstellungen, vorwiegend Installationen, Pneumatische Gummiarbeiten, Pneumatische Objekte, Luftmaschinen, Pneumatic Rubber Orchestra, Praktische Arbeiten, Graphikserien, Videoarbeiten, Kunst im öffentlichen Raum, Architekturprojekte
2002 Asphaltkapelle, Etsdorf
2006 Luftmuseum Amberg
2007 „Asphaltsee“ – Rainer Werner Fassbinder Platz München

Beitragsfoto: Marcus Rebmann

Das Sehnsuchtsmuseum ist das Konzept und durchkomponiertes Gesamtkunstwerk der Leipziger Künstlerin Inka Perl. Es widmet sich dem Bewahren immaterieller Werte in ästhetisch-philosophischer Weise.
Als begehbares Raumbild ist es temporär in Ausstellungssituationen zu erleben, ein öffentlicher Ort zur längerfristigen Etablierung wird gesucht.

Fotos: Inka Perl

Inka Perl ist kein Künstlername, auch wenn das angesichts der überbordenden Verspieltheit ihrer Arbeiten leicht den Anschein haben könnte. Tatsächlich ist sie als Person – auch ikonografisch – durchaus ein Teil ihres Werkes. Inka Perl verarbeitet ihre subjektive Weltsicht, ihre Stimmungen und Befindlichkeiten zu metaphorischen postfeministischen Kunstwerken, welche vom Persönlichen auf das große Ganze verweisen. Ihre oft kryptischen Bilder, Assemblagen, Objekte, Schreine und Installationen sind Statements zur gegenwärtigen Kultur in all ihren Facetten – von der bunten Oberflächlichkeit der Konsumwelt hin zu zwischenmenschlicher Verelendung. Sie verbindet Romantik, Retrokitsch, Neo-DADA und an Art Brut erinnernde Simplizität mit philosophischen Gedankenspielen, welche als Zitate und Sinnsprüche, teils im Original, teils verfremdet, in ihren Arbeiten auftauchen. Ihre fröhlich-nostalgisch anmutende Glitter-Ästhetik schafft romantische Vorhänge, hinter denen sich düstere Abgründe verbergen können. Carsten Busse, Künstlerkollege & Kurator, Leipzig

Foto: Inka Perl

Im selbstgebauten Atelier, der an den berühmten englischen gelben Straßenbahn erinnert, Atelier Chamego Bonzolandia (oder nur Bonzolandia gennant) baut und verkauft der einheimische Künstler Getulio Damado seine Kunstwerke.

Fotos: Birgit Schöne

Getulio Damado, 2017
Foto: Birgit Schöne

Getulio Damado ist ein berühmter Urban-Artist aus Santa Teresa in Rio de Janeiro. Seine Künst baut und verkauft er schon immer auf der Straße im Künstlerdorf, dem Gipfel von Santa Teresa. Dort ist er allen Touristen als Attraktion bekannt und in den Kunstshops vorort und zeitgenössischen Museen sowie in vielen Kunstbänden vertreten mit seinen Figuren. 2016 zur Olympiade in Rio konnte er die Fackel als Auszeichnung ein Stück tragen.

Beitragsfoto: André Wirsig

„..wir konnten das ehemalige heilbad hohenbüssow für das letzte ostgeld kaufen.
am tag danach kam die westmark und so einiges bekam seinen halben wert.
hier am tollensetal praktizieren wir mauerbau und himmelfahrt…
in der regel zu zweit – im kargen paradiso,
nicht jeder besucher läßt sich abschrecken.“

Fotos: Olaf Spillner

Heilbad a.D.

Foto: Olaf Spillner

Olaf Spillner
1956 in Schwerin geboren
1974… Elektriker im Atomkraftwerk Lubmin, Raubtierpfleger in Stralsund, Diverses in Berlin
1984 Grundlagenstudium an der Kunstschule Schneeberg
1985 freiberuflicher Künstler in Hohenbüssow
1991 Gründung Vereinzelt e. V.
1998 Gründung Arme Leute Partei ALP im Bahnhof Sternfeld (verschwunden)
2009 Herausgabe der Zeitung „Tollensetaler Stimme“
2014 Gründung ALLE Partei für Kooperation und Lebensfreude vor dem Tor der Ferkelfabrik am Tollensetal am 9.11.

Beitragsbild: Olaf Spillner

Merken

Merken

Merken

Merken


Cabinet Fatalia vereinigt Elemente aus Wunderkammer, Kuriositätenkabinett und Imaginarium zu einem mobilen Labyrinth der Sinne.

Im Inneren des Fatalia-Busses verbirgt sich ein Reich mechanischer Wunderträume und seltsamer Verheißungen.

Eingebettet in eine raumgreifenden Spiegel-Installation werden obskure Interieurs, filigrane Miniaturen und skurrile Assoziationsmaschinerien präsentiert. Motoren, Federmechanismen, vibrierende- und rotierende Automaten beleben Phantasien aus dem Inventar verschwundener Modellbausätze. Sie finden in verborgenen Klangquellen eine akustische Entsprechung.

Nobles Filterbrummen und blinkende Transistoren kultivieren eine Aura komplett analoger Maschinenromantik.

Optische Manipulationen, Dioramen und mikroskopische Innensichten verändern Perspektive und Raumerfahrung, werden zur Bühne seltsamer Versuchungen und visueller Transaktionen.

Fotos: Bärbel und Stefan Voigt

Bärbel Voigt
1962 geboren in Döbern/Lausitz
1981–86 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Bühnen- und Kostümbild
1986–92 Engagement am Musiktheater Görlitz und am Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau als Bühnen- und Kostümbildnerin
Seit 1992 freiberuflich als Bühnen- und Kostümbildnerin, Malerin und Grafikerin tätig

Stefan Voigt
1961 in Dresden geboren
1982 – 87 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Diplom Malerei / Grafik bei Prof. Gerhard Kettner
seit 1987 freiberuflich als Maler und Grafiker in Dresden
1990 Gründung der Galerie Adlergasse, seither an allen Aktivitäten beteiligt, seit 1997 Leiter der Galerie
1993, 95, 98, 04, 08, 11 Arbeitsaufenthalte in den USA
2002 Arbeitsaufenthalt in Frankreich
seit 1999 Zusammenarbeit mit Bärbel Voigt im Rahmen von Festivals, Präsentation des Schaukabinetts FATALIA

LABYSTAN bei Scheune Schaubuden Sommer 6.7.-16.7.2017 in Dresden

Manche Menschen werden auf Walfischen geboren, andere in Betten, wieder andere auf gestampften Lehmboden in strohgedeckten Hütten – oder eben in einem Hühnerstall bei Hohenbüssow. Als Sprössling eines Esels und einer Eule vollzog sich die Menschwerdung erst, nachdem sie sich ziellos umherirrend in dem Fantasieland Labystan wiedergefunden hatten. Labystan handelt von Wahrheiten und Illusionen, die keinen praktischen Nutzen haben. Thomas Herbst führt Dinge vor, die es gar nicht gibt, Jan Heinke wird Labystan zum Klingen bringen und sich mit Richard von Gigantikow in bildverliebten Clownerien und abenteuerlichen Installationen verirren. Staubaufwirbelnde Querfeldeinritte und Paradebeispiele einer vogelfreien und kindischen Nation und die Gelegenheit einer zweiten Staatsbürgerschaft, wo der Humor Teil des Staatswesens ist.

Mit: Jan Heinke, Thomas Herbst, Jan Theiler (Pastor Leumund) und Richard von Gigantikow

Labystan: Einbürgerung in zwei Minuten. André Schramm. Wochenkurier. 13. Juli 2017