Orange Alternative (Pomarańczowa Alternatywa)
Die Geburtsstunde der Orangen Alternative war während der studentischen Bewegungen Anfang der achtziger Jahre in Breslau. Als Gründer gilt Waldemar „Major“ Fydrych, der Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Breslau studierte.
Die Orange Alternative erreichte durch ihre Veranstaltungen, Aktionen und Happenings Bekanntheitsgrad. Während der zweiten Hälfte der achtziger Jahre erlangten Zwergengraffiti Ruhm und Berühmtheit und wurden zum Sinnbild der Bewegung. Die Graffiti wurden über Farbflecken gemalt, die das Regime über Freiheits- und Antiregierungsparolen der Solidarność-Bewegung pinselte.
Gemalt an die Wände einiger Dutzend Städte in Polen, überstieg die Anzahl der Zwerge die Tausend. Gelegentlich wird in diesem Zusammenhang von der größten Malereiausstellung in Polen gesprochen, berücksichtigt man die Tatsache, dass sie von einigen Millionen Menschen gesehen wurde.
Die Aktivitäten der Orangen Alternative vereinten in sich stets ein gesellschaftlich-politisches Maß mit künstlerischen Aspekten. Letztlich war und ist es ihr Ziel, durch ästhetische Veranstaltungen im individuellen Stil Freiheiten zu erlangen und gleichzeitig die gesellschaftliche, kulturelle und politische Normalität umzukrempeln.

Black House (Baan Dam), Chiang Rai, Thailand
Geheimnisvoll geht es hier zu, wenn man zwischen den rund 40 Monumenten umher bummelt, die allesamt in tiefschwarzem Holz errichtet wurden. Im Garten steht ein pechschwarzes Gebilde im U-Boot-Stil, und überall finden sich tierische Artefakte, Bärenfelle, Häute aller Art, Totenköpfe von Büffeln und ausgestopfte Reptilien. Auch ein riesiges Elefantenskelett ist ausgestellt sowie Möbel, die aus Tierknochen gemacht wurden.

Fotos: Reinhard Zabka

Thawan Duchanee Foto: Reinhard Zabka

Thawan Duchanee war als Surrealist berühmt – auch in Europa. Sein Markenzeichen war der lange, weiße Bart. Thawan Duchanee modernisierte mit seinen Motiven die traditionelle thailändische Kunst und wurde – trotz einiger Kontroversen – im Jahr 2001 in Thailand zum „Künstler des Jahres“ gekürt. Seit seinem Tod im 2014 pilgern hauptsächlich Einheimische an diesen „heiligen Ort“, um dem Künstler die letzte Ehre zu erweisen.

Empty Space Chiangmai (ESC) wurde am Rande von Reisfeldern gebaut, mit Blick auf die Berge von Myanmar. Es ist ein Komplex von 5 traditionellen Thai thailändischen Bauernhäusern in Nord-Thailand in der Nähe von Chiangmai.

ESC ist:
Künstler Residenzen
Theater- und Puppenspielstudio
Keramikstudio
Galerie
Landwirtschaft
Café
Alternative Ausbildung

Fotos: Reinhard Zabka

Manuel Lütgenhorst, 2008
Foto: Reinhard Zabka

Manuel Lütgenhorst wurde 1948 in München geboren. Im Jahr 1968 begann er eine preisgekrönte Karriere als Bühnenbild-, Kostüm- und Lichtgestalter, die er in New York im Jahr 1978 fortsetzte. 1984 begann er, asiatisches Theater und die interkulturelle Welt zu erkunden. In Bali gründete er 1989 die Art House Bona mit der Unterstützung internationaler Künstlerfreunde. Dieses Haus ist heute eine balinesische Tanzschule für die Dorfbewohner. Von dort aus kreierte er BBB, eine Reihe von internationalen Performance-Festivals in Bali, Bangkok, Chiang Mai, Berlin. ESC, im Jahr 1998 als Fortsetzung der Idee des Art House Bona gebaut, hat sich zu einem internationalen Zentrum für kulturelle Bildung entwickelt.

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Die Kulturinsel Einsidel Die Kulturinsel Einsidel ist ein Abenteuerfreizeitpark in der Gemeinde Neißeaue im Landkreis Görlitz in Sachsen. Der Park weist eine Größe von 7 Hektar auf.

Die Kulturinsel Einsiedel erhielt 2008 den Tourismuspreis und wurde im April 2009 als „ausgewählter Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Seit 2009 besuchen jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen den Freizeitpark. Höhepunkt ist das jährlich am ersten Septemberwochenende stattfindende Festival der Kulturen „Folklorum“, das zweitgrößte Folkfestival Deutschlands.

Fotos: Dorota Zabka, Reinhard Zabka

Jürgen Bergmann, 2017
Foto: Reinhard Zabka

Die Firma Künstlerische Holzgestaltung Jürgen Bergmann gibt es seit 1990. Auf einem Waldbauernhof an der deutsch-polnischen Grenze fing alles an. Mit einem Mitarbeiter begann Jürgen Bergmann damals, hölzerne Objekte zum Be-Sitzen, Be-Spielen und Be-Greifen zu bauen. Eigenwilligkeit, Unikatgedanke und harte Arbeit kennzeichnen bis heute die Objekte, die sie erschaffen. Aus seinen ersten kulturellen Aktivitäten ist ein grüngeringelter Freizeitpark geworden – die Kulturinsel Einsiedel.

Bimbo Town war seit 2003 in der Leipziger Spinnerei ein wichtiges Projekt des englischen Aktionskünstlers Jim Whiting. Mit seinem Konzept „Unnatural Bodies“ erlangte er internationale Bedeutung. Seine lebenden Skulpturen, die durch Pressluft oder elektrische Antriebe ständig in Bewegung sind bildeten den Kern der Event-Location.

Ergänzt wurde das Ganze durch eine Vielzahl von Party-Gags, die das gesamte Publikum erfassten. Hüpfende Sessel und Stühle, das fressende Sofa, die berühmte Bettfahrt, schwebende Mäntel sind nur eine kleine Auswahl. Alles lebte von und mit dem Publikum. Ein Highlight dieser Interaktion war das Schaumbad, wo sich erhitzte Gäste erfrischen konnten.

Die richtige Würze erhielt Bimbo Town durch die regelmäßig auftretenden Aktionskünstler und Bands. Keine Party ohne Performance. Aus ganz Europa und natürlich auch aus der Region kamen die Künstler, die mit Akrobatik, Theaterspiel und skurrilen Clownereien das Publikum in Stimmung brachten. Bei den diversen Szenebands ging die Post dann richtig ab.

Bimbo Town Finissage gab es am 5. und 7. Mai 2017.

Foto: Reinhard Zabka

Jim Whiting
1951 in Paris geboren
ab 1959 London/England
seit 1979 freischaffender Künstler

Kunstschule Panketal

Fotos: Rose Schulze

Rose Schulze
Foto: Reinhard Zabka

Rose Schulze wurde 1952 in Zepernick geboren, studierte Malerei in der Kunsthochschule Berlin Weissensee, wurde dort Meisterschülerin und ist seit 1979 freischaffend tätig. Seit 1984 entwickelt sie neben der Malerei eine multimediale Bildsprache. Sie arbeitete mit Projektionen, schrieb Choreografien, entwarf Lichtinstallationen. Es gab multimediale
Projekte mit Komponisten wie Georg Katzer, Helmut Zapf, Lother Voigtländer, Arnold Dreybatt, Yueang Wang, mit Tänzern der Gruppe Grotest Maru, Christof Gräter, Roselle Gillam und vielen andreren.
Die in gemeinsamer Resonanz entstandenen Tanzstücke konnten in den Weltausstellungen in Sevilla und Hannover, zur Eröffnung der neuen Akademie der Künste in Berlin, zur Biennale für Visuelle Kunst in Varna, im Theater Rheinsberg, im Bauhaus-Theater Dessau und an vielen anderen Orten gezeigt werden.
Neben fotografischen Arbeiten entstehen Bilder, Lichtinstallationen, Landart, Wandmalereien. Studienreisen führten sie nach Bulgarien, Polen, Finnland und Island.

Beitragsbild: Rose Schulze

Heiko Döring
Dennis Hauptmann
Florian Hennig
Robert Hennig
Gabriele Kauk
Robert Kuhnt
Nikolai Mader
Doris Messerle
Yaky Muth
Delphine und Yann Peroche
Matthias Schluppinski
Veto vom Sirius
Möne Spillner
Olaf Spillner
Ingrid Ullrich
Dorota Zabka
und …

Noé


Künstler, Freunde und Helfer von Labystan 2017. Foto: Reinhard Zabka

Beitragsfoto: Dorota Zabka

Musée de l’insolite wurde 1988 von Bertrand Chenu gegründet und wird seitdem ständig von ihm erweitert. Berntrand Chenu definiert sich als Diener des Museums. „Das Ungewöhnliche ist das, was man nicht erwartet“. Das Museum präsentiert eine beeindruckende Vielfalt von Kreationen, Erfindungen und Original-Inszenierungen aus verarbeiteten Kadavern, alten Autos, Motorrädern und Skulpturen aus Eisenabfällen usw.

Fotos: Bertrand Chenu

Bertrand Chenu war von Kindheit an Sammler aller Arten von Dingen.
Von Beruf Gerber, arbeitete er später als Maler und machte Skulpturen aus Holz und Eisen, wobei er oft Restmaterial, Baumstümpfe und Gegenstände aus der Müllkippe dabei verwendete. Im Jahr 1984 konnte Chenu ein altes Haus in Cabrarets kaufen. Er renovierte es und verwandelte es in ein Museum de l’insolite, das 1988 eröffnet wurde. Hier stellt er seine Kunstobjekte aus.

Das D.I.V.O Institut ist ein lebendiges Museum, in dem Kunst gezeigt, erstellt und über sie diskutiert wird.

Das Institut möchte die Langeweile und die Desorientierung überwinden, die in der europäischen zeitgenössischen Kunst und in den Provinzstädten herrscht, indem sie eine lebendige und aufregende Alternative bietet.

Das Institut bietet einen Rahmen für regelmäßige künstlerische Ausstellungen, Veranstaltungen, Lesungen, Konzerte, Performances und Diskussionen und schafft ein starkes lokales und internationales Netzwerk.

Die kleine Stadt Kolín bringt internationale zeitgenössische Kunst in die Prager Peripherie und hilft, den europäischen Dialog zu fördern.

Fotos: Mark Divo

Mark Divo (geb. 1966)
ist ein aus Luxemburg stammender Konzeptkünstler und Kurator der Dada-Tradition, der innovative Konzepte mit unbewohnten verlassenen Räumen entwickelt hat. Divo stand hinter der lebendigsten und einflussreichsten Besetzerszene der vergangenen zwei Jahrzehnte in der Schweiz und anderswo. Gründer der ersten Gruppe hinter Berlins legendärem alternativen Kunsthaus Tacheles in den frühen 1990er Jahren. Mark Divo verbreitet die Idee der solidarischen und nichtkommerziellen Kultur für jedermann.