Black House (Baan Dam), Chiang Rai, Thailand
Geheimnisvoll geht es hier zu, wenn man zwischen den rund 40 Monumenten umher bummelt, die allesamt in tiefschwarzem Holz errichtet wurden. Im Garten steht ein pechschwarzes Gebilde im U-Boot-Stil, und überall finden sich tierische Artefakte, Bärenfelle, Häute aller Art, Totenköpfe von Büffeln und ausgestopfte Reptilien. Auch ein riesiges Elefantenskelett ist ausgestellt sowie Möbel, die aus Tierknochen gemacht wurden.

Fotos: Reinhard Zabka

Thawan Duchanee Foto: Reinhard Zabka

Thawan Duchanee war als Surrealist berühmt – auch in Europa. Sein Markenzeichen war der lange, weiße Bart. Thawan Duchanee modernisierte mit seinen Motiven die traditionelle thailändische Kunst und wurde – trotz einiger Kontroversen – im Jahr 2001 in Thailand zum „Künstler des Jahres“ gekürt. Seit seinem Tod im 2014 pilgern hauptsächlich Einheimische an diesen „heiligen Ort“, um dem Künstler die letzte Ehre zu erweisen.

Empty Space Chiangmai (ESC) wurde am Rande von Reisfeldern gebaut, mit Blick auf die Berge von Myanmar. Es ist ein Komplex von 5 traditionellen Thai thailändischen Bauernhäusern in Nord-Thailand in der Nähe von Chiangmai.

ESC ist:
Künstler Residenzen
Theater- und Puppenspielstudio
Keramikstudio
Galerie
Landwirtschaft
Café
Alternative Ausbildung

Fotos: Reinhard Zabka

Manuel Lütgenhorst, 2008
Foto: Reinhard Zabka

Manuel Lütgenhorst wurde 1948 in München geboren. Im Jahr 1968 begann er eine preisgekrönte Karriere als Bühnenbild-, Kostüm- und Lichtgestalter, die er in New York im Jahr 1978 fortsetzte. 1984 begann er, asiatisches Theater und die interkulturelle Welt zu erkunden. In Bali gründete er 1989 die Art House Bona mit der Unterstützung internationaler Künstlerfreunde. Dieses Haus ist heute eine balinesische Tanzschule für die Dorfbewohner. Von dort aus kreierte er BBB, eine Reihe von internationalen Performance-Festivals in Bali, Bangkok, Chiang Mai, Berlin. ESC, im Jahr 1998 als Fortsetzung der Idee des Art House Bona gebaut, hat sich zu einem internationalen Zentrum für kulturelle Bildung entwickelt.

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Angkrit Gallery ist ein Restaurant in Nanglae, Chiang Rai, Thailand, in dem Freunde, junge Künstler, aufstrebende Künstler und Nicht-Künstler eingeladen sind, ihre Werke zu präsentieren.

Fotos: Reinhard Zabka

Angkrit Ajchariyasophon
Foto: Reinhard Zabka

Angkrit Ajchariyasophon hat sein Diplom in Medienkunst und Design an der Chiang Mai Universität erworben. Er nutzt Fotografie, Installation und Performance, um Treffen der östlichen und westlichen Kulturen zu erforschen. Viele seine Arbeiten zeigen eine satirische Assimilation mit dem Westen, wie The Perfect English Gentleman (2006), die die persönliche Transformation des Künstlers in eine westliche Idendität zeigen. Angkrit Ajchariyasophon lebt derzeit in Chiang Rai.
 

Beitragsfoto: Reinhard Zabka

Die Kulturinsel Einsidel Die Kulturinsel Einsidel ist ein Abenteuerfreizeitpark in der Gemeinde Neißeaue im Landkreis Görlitz in Sachsen. Der Park weist eine Größe von 7 Hektar auf.

Die Kulturinsel Einsiedel erhielt 2008 den Tourismuspreis und wurde im April 2009 als „ausgewählter Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Seit 2009 besuchen jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen den Freizeitpark. Höhepunkt ist das jährlich am ersten Septemberwochenende stattfindende Festival der Kulturen „Folklorum“, das zweitgrößte Folkfestival Deutschlands.

Fotos: Dorota Zabka, Reinhard Zabka

Jürgen Bergmann, 2017
Foto: Reinhard Zabka

Die Firma Künstlerische Holzgestaltung Jürgen Bergmann gibt es seit 1990. Auf einem Waldbauernhof an der deutsch-polnischen Grenze fing alles an. Mit einem Mitarbeiter begann Jürgen Bergmann damals, hölzerne Objekte zum Be-Sitzen, Be-Spielen und Be-Greifen zu bauen. Eigenwilligkeit, Unikatgedanke und harte Arbeit kennzeichnen bis heute die Objekte, die sie erschaffen. Aus seinen ersten kulturellen Aktivitäten ist ein grüngeringelter Freizeitpark geworden – die Kulturinsel Einsiedel.

Bimbo Town war seit 2003 in der Leipziger Spinnerei ein wichtiges Projekt des englischen Aktionskünstlers Jim Whiting. Mit seinem Konzept „Unnatural Bodies“ erlangte er internationale Bedeutung. Seine lebenden Skulpturen, die durch Pressluft oder elektrische Antriebe ständig in Bewegung sind bildeten den Kern der Event-Location.

Ergänzt wurde das Ganze durch eine Vielzahl von Party-Gags, die das gesamte Publikum erfassten. Hüpfende Sessel und Stühle, das fressende Sofa, die berühmte Bettfahrt, schwebende Mäntel sind nur eine kleine Auswahl. Alles lebte von und mit dem Publikum. Ein Highlight dieser Interaktion war das Schaumbad, wo sich erhitzte Gäste erfrischen konnten.

Die richtige Würze erhielt Bimbo Town durch die regelmäßig auftretenden Aktionskünstler und Bands. Keine Party ohne Performance. Aus ganz Europa und natürlich auch aus der Region kamen die Künstler, die mit Akrobatik, Theaterspiel und skurrilen Clownereien das Publikum in Stimmung brachten. Bei den diversen Szenebands ging die Post dann richtig ab.

Bimbo Town Finissage gab es am 5. und 7. Mai 2017.

Foto: Reinhard Zabka

Jim Whiting
1951 in Paris geboren
ab 1959 London/England
seit 1979 freischaffender Künstler

Kunstschule Panketal

Fotos: Rose Schulze

Rose Schulze
Foto: Reinhard Zabka

Rose Schulze wurde 1952 in Zepernick geboren, studierte Malerei in der Kunsthochschule Berlin Weissensee, wurde dort Meisterschülerin und ist seit 1979 freischaffend tätig. Seit 1984 entwickelt sie neben der Malerei eine multimediale Bildsprache. Sie arbeitete mit Projektionen, schrieb Choreografien, entwarf Lichtinstallationen. Es gab multimediale
Projekte mit Komponisten wie Georg Katzer, Helmut Zapf, Lother Voigtländer, Arnold Dreybatt, Yueang Wang, mit Tänzern der Gruppe Grotest Maru, Christof Gräter, Roselle Gillam und vielen andreren.
Die in gemeinsamer Resonanz entstandenen Tanzstücke konnten in den Weltausstellungen in Sevilla und Hannover, zur Eröffnung der neuen Akademie der Künste in Berlin, zur Biennale für Visuelle Kunst in Varna, im Theater Rheinsberg, im Bauhaus-Theater Dessau und an vielen anderen Orten gezeigt werden.
Neben fotografischen Arbeiten entstehen Bilder, Lichtinstallationen, Landart, Wandmalereien. Studienreisen führten sie nach Bulgarien, Polen, Finnland und Island.

Beitragsbild: Rose Schulze

Heiko Döring
Dennis Hauptmann
Florian Hennig
Robert Hennig
Gabriele Kauk
Robert Kuhnt
Nikolai Mader
Doris Messerle
Yaky Muth
Delphine und Yann Peroche
Matthias Schluppinski
Veto vom Sirius
Möne Spillner
Olaf Spillner
Ingrid Ullrich
Dorota Zabka
und …

Noé


Künstler, Freunde und Helfer von Labystan 2017. Foto: Reinhard Zabka

Beitragsfoto: Dorota Zabka

Das U144 ist ein kleines, aber subversives Fragezeichen unter den monumentalen Größenordnungen der Berliner Museumslandschaft.
Das Untergrundmuseum U144 ist ein Projekt des Ost-Berliner Künstler Paares Rainer Görß und Ania Rudolph. Es ist ein historischer Ort an dem sich Gegenwarts-Kunst und Geschichte begegnen. Das U144 wurde ab 1990 aufgebaut und seit 1995 in der Linienstrasse 144 weiterentwickelt. Kunst und Netzwerk Aktivitäten erweitern das Themenspektrum.

Im Souterrain des Bürgerhauses von 1794 verschmelzen Industriekultur, Stadt- und Gesellschaftsgeschichte mit den Mitteln der Kunst. Das Untergrundmuseum U144 ist seit 1995 ein Ort, an dem wir mit dem Publikum, aus einer nicht einfach zu fassenden Gegenwart heraus, die Erfahrungen der Geschichte auf Zukünftiges projizieren. Das Untergrundmuseum ist eine begehbare Suchmaschine, eine Kunst- und Wunderkammer, die von 1860 bis dato gesellschaftskritische Industriekultur sinnlich zu bedenken gibt.

Untergrundmuseum U144

Foto: Rainer Görß

Rainer Görß
geb. 1960 Neustrelitz-Berlin
getauft, aufgezogen, alphabetisiert, belehrt, eingezogen
1982 Studien der Plastik, des Bühnenbildes, der Malerei, der Grafik an den Kunst-HS Berlin und Dresden
lebt und arbeitet in Berlin

Musée de l’insolite wurde 1988 von Bertrand Chenu gegründet und wird seitdem ständig von ihm erweitert. Berntrand Chenu definiert sich als Diener des Museums. „Das Ungewöhnliche ist das, was man nicht erwartet“. Das Museum präsentiert eine beeindruckende Vielfalt von Kreationen, Erfindungen und Original-Inszenierungen aus verarbeiteten Kadavern, alten Autos, Motorrädern und Skulpturen aus Eisenabfällen usw.

Fotos: Bertrand Chenu

Bertrand Chenu war von Kindheit an Sammler aller Arten von Dingen.
Von Beruf Gerber, arbeitete er später als Maler und machte Skulpturen aus Holz und Eisen, wobei er oft Restmaterial, Baumstümpfe und Gegenstände aus der Müllkippe dabei verwendete. Im Jahr 1984 konnte Chenu ein altes Haus in Cabrarets kaufen. Er renovierte es und verwandelte es in ein Museum de l’insolite, das 1988 eröffnet wurde. Hier stellt er seine Kunstobjekte aus.

Das Otis Laubert Museum (OLM) wurde mit der Idee geschaffen, das geistliche Erbe und die Arbeit des Künstler, Otis Laubert systematisch und dauerhaft zu erhalten. Das Otis-Laubert-Museum, als Experimentierlaboratorium, das im 21. Jahrhundert auftaucht, zielt auf wechselnde Ausstellungen (etwa 4 Mal im Jahr) und ortsspezifische Implementierungen, die Partizipationsstrategie, Workshops, Ausstellungen von in- und ausländischen Autoren und parallele Programme (Vorträge, Workshops). Es möchte eine Plattform für Begegnungen und Kommunikation von professionellem und breiteren Publikum mit dem Thema – gefundene Objekte – schaffen.

Otis Laubert, 2009 Foto: Reinhard Zabka

Otis Laubert (geb. 1946)
1961-1965 studiete er an der Mittleren Kunstgewerbeschule in Bratislava. Nach dem Absolvieren des Studiums war er in mehreren Berufen tätig. Otis Laubert widmet sich Themenbereichen wie Textil, Fotografie, Fahnen, Karten und der Interpretation von Raumobjekten.

Beitragsfoto: André Wirsig