Das Otis Laubert Museum (OLM) wurde mit der Idee geschaffen, das geistliche Erbe und die Arbeit des Künstler, Otis Laubert systematisch und dauerhaft zu erhalten. Das Otis-Laubert-Museum, als Experimentierlaboratorium, das im 21. Jahrhundert auftaucht, zielt auf die wechselnden Ausstellungen (etwa 4 Mal im Jahr) und ortsspezifische Implementierungen, die Partizipationsstrategie, Workshops, Ausstellungen von in- und ausländischen Autoren, parallele Programme (Vorträge, Workshops). Sie möchte eine Plattform für Begegnungen und Kommunikation von professionellem und breiteren Publikum mit dem Thema – gefundene Objekte – zu ermöglichen.

Foto: André Wirsig

The  D.I.V.O. Institute is a living museum where art is displayed, created and discussed.

As a non-profit-making organization, it is financed by donations and grants. 

In a local context, the Institute strives to overcome the boredom and disorientation that prevails in European contemporary art and provincial towns by providing a vibrant and exciting alternative. 

The „inhabited sculpture“ is an excellent solution for this difficult mission. Not only does it facilitate a melting pot for a variety of creative fields (Visual Art, Theatre, Film and Music) but also leads to the creation of a colourful, living art-work which addresses people who would otherwise have no easy access to contemporary art. It forms a framework for regular artistic events, readings, concerts, performances and discussions and helps to create a strong local and international network. 

The program of cultural events that the Institute provides for the people of Kolin  brings international contemporary art to the Prague periphery, helping to stimulate both international tourism and European dialogue. Invited artists are offered a testing ground for artistic experiment within the small town of Kolin and have a forum for international exchange with other visiting artists.

Bettina Zimmermann, Künstlerin

Bettina Zimmermann, bildende Künstlerin
1997 in ruinöses Schloß Batzdorf gezogen.
Vision: Freiraum zum Arbeiten und Entfaltungsmöglichkeit für Kunstprojekte.
1992 gemeinnützigen Verein gegründet zum Erhalt und zur kulturellen Belebung.
15 Jahre Grundsanierung am Baukörper mit vereinten Kräften.
Pfingstspiele als Plattform für moderne experimentelle Kunstprojekte gegründet,
z.B. Livmalerei mit Tanzperformances, Objekteausstellung mit Künstlern des BBK Dresden und Leipzig, usw.
Kleine Ladengalerie ausgebaut mit eigenen Objekten und Arbeiten.
Organisation von jährlich 2 Ausstellungen jeweils zu den Festspielen in der Schloßkapelle.
Gründung des Adventsmarktes auf Schloß Batzdorf.
PleinAires mit Kollegen und anschließenden Ausstellungen.
In Arbeit: schlösserverbindender Themenweg „Novalis“ mit Kunstobjekten am Wegesrand für das nähere Umfeld.
Zum alljährlichen Programm haben sich ebenso etabliert:
die Barockfestspiele der Batzdorfer Hofkapelle (Stefan Maass)
Theaterfestspiele (Tom Quaas)
Tag des offenen Denkmales (Restauratoren des e.V.)

Schloß Batzdorf

Fotos: Bettina Zimmermann

Das Künstlergut Prösitz hat sich eine in Deutschland und vielleicht auch aus internationaler Sicht einmalige und unverwechselbare Aufgabe gestellt, indes es jungen Bildhauerinnen mit Kindern Arbeitsmöglichkeiten bietet und Öffentlichkeitsangebote macht.
Damit ergeben sich aber auch eine Reihe von komplexen Anforderungen funktioneller, sozialer und finanzieller Art:
– Werkstätten mit flexiblen Möglichkeiten, von Papierarbeiten bis zu schwerer Plastik (max. 3t) und unterschiedlichen Materialien wie Metall, Stein, Ton, Holz, Weidenruten u.a.m.
– Bemühungen um Künstlerförderung (in Form von Stipendien während der alljährlichen Symposien, auch im EU-Rahmen)
– soziale Leistungen, z.B. Kinderbetreuung während der Symposien und Arbeitsaufenthalten
– Kunstvermittlung in öffentlichen und privaten Einrichtungen (Kurse)
– Realisierung von Kunstobjekten im öffentlichen Raum
– Nutzung und Erhalt eines denkmalgeschützten mittelsächsischen
Dreiseithofes als Wohn- und Arbeitsstätte (in diesem Rahmen auch
Auszeichnung mit dem Julius-H.-W.-Kraft-Preis)
– öffentliche Ausstellungen (bundesweit), und „Tage der offenen Tür“
– Plenairs für Frauen, Wandergesellen und Freigänger
– Kooperation mit anderen Kultureinrichtungen (Schule Böhlen, BBK,
GEDOK und Landesverband VIA REGIA)
– enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt, Kulturraum Leipziger
Raum, Landesverband Künstlerhäuser Sachsen,
Regionalmanagement Sächsisches Zweistromland e.G. u.a.m.
– kontinuierlicher Austausch mit dem „Förderverein Künstlergut
Prösitz“

Fotos: Ute Hartwig-Schulz

Das Amberger Luftmuseum

Das Amberger Luftmuseum verdankt sich einer Initiative des Amberger Künstlers
Wilhelm Koch. Es befindet sich im ältesten Gebäude Ambergs aus dem 14. Jahrhundert am Eichenforstplatz unmittelbar am Fluss Vils. Es ist wegen seiner gotischen Hauskapelle auch als „Klösterl“ bekannt. Das Museum verfügt über drei Stockwerke mit über 650 qm Ausstellungsflächen. Im Erdgeschoss werden Wechselausstellungen zu Luftthemen der Kunst, des Designs, der Architektur und der Technik gezeigt. Luftkünstler aus Deutschland, England und Frankreich, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden, aus Finnland, Slowenien, Russland und Japan haben in den zehn Jahren seines Bestehens im Museum in über 80 Wechselausstellungen das Medium Luft sichtbar und hörbar, erlebbar und begreifbar gemacht. Da reicht die Bandbreite von Luftaufnahmen aus extremer Höhe über bionische Flugobjekte bis zu aufblasbaren Messehallen der englischen Designergruppe „Inflate“ und den ephemeren „breathing architectures“ des berühmten japanischen Architekten Kengo Kuma.

In den beiden Obergeschossen thematisiert das Museum die drei Themen Lufterfahrungen, Lufttechnologien und Luftvariationen anhand von zwei Dutzend Skulpturen des Museumsgründers und Luftbildhauers Wilhelm Koch, die 2004 mit Unterstützung des Druckluftunternehmens Festo entstanden. Dazu gehören ein fliegender Teppich und ein Pneu-Thron, eine Luftdusche und ein Luftbrunnen, eine Orgelsäule und eine Einkaufstütenorgel, ein Luftalphabet, eine Rohrpost und ein „Herbststurm“ auf Knopfdruck. Diese Objekte sind leicht ironisch und erinnern in ihrer skurrilen Komik an Karl Valentin. Daneben werden technische Objekte wie Turbinen und Propeller, Ventilatoren und Gebläse, Staubsauger und Handtrockner sowie Exponate zur Meteorologie, Luftfahrt und Luftverschmutzung gezeigt. Immer geht es diesem kulturgeschichtlichen Spezialmuseum um Lern- und Unterhaltungseffekte.

Träger des Museums ist ein eingetragener Verein mit über 120 Mitgliedern. Deren Beiträge und Spenden von etwa dreißig individuellen und Firmenspendern sowie die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern ermöglichen den laufenden Betrieb. Viele ehrenamtliche Helfer und drei „Luftlehrerinnen“ unterstützen das Museum.

Bis heute haben mehr als 100.000 nationale und internationale Gäste das Museum
besucht und weit über 1000 Führungen sowie 160 Kindergeburtstage fanden hier statt.

Das Museum, welches inzwischen international renommiert ist und mehrere Preise bekommen hat, ist darüber hinaus in der Stadtgesellschaft Ambergs intensiv vernetzt. Es hat 80 Luftmuseumstage, 10 Luftboottreffen, regelmäßige Musikveranstaltungen und Vorträge veranstaltet. Jährliche Luftmuseumsfeste im Frühling und alle zwei Jahre eine „Luftnacht“ mit Dutzenden von Veranstaltungen beziehen die gesamte Altstadt in die Aktivitäten des Hauses ein. So trägt das Luftmuseum zum Image der Stadt bei, welches sich nach einer Idee seines Gründers als einziger Ort weltweit „Luftkunstort“ nennt. Auch publizistisch hat das Museum eine große Resonanz. Bis heute wurde mehr als 150 Radio- und TV- Beiträge gesendet und über 100 Artikel publiziert.

2016 entstanden zwei Planungen für einen Neubau des Museums: eine an ein gelandetes UFO erinnernde spiegelnde Blob- Architektur der Oberpfälzer Architekten Berschneider + Berschneider sowie ein moderat funktionalistischer, gestaffelter Baukörper der Amberger Architektin Anna Schießl, die eher wie eine Ergänzung des vorhandenen historischen Baubestandes wirkt.

Volker Fischer


Wilhelm Koch, Fotos: Erich Spahn

Beitragsfoto: Marcus Rebmann

Das SEHNSUCHTSMUSEUM ist das Konzept und durchkomponiertes Gesamtkunstwerk der Leipziger Künstlerin Inka Perl. Es widmet sich dem Bewahren immaterieller Werte in ästhetisch-philosophischer Weise.
Als begehbares Raumbild ist es temporär in Ausstellungssituationen zu erleben, ein öffentlicher Ort zur längerfristigen Etablierung wird gesucht.

Sehnsuchtsmuseum von Inka Perl

wir konnten das ehemalige heilbad hohenbüssow für das letzte ostgeld kaufen.
am tag danach kam die westmark und so einiges bekam seinen halben wert.
hier am tollensetal praktizieren wir mauerbau und himmelfahrt…
in der regel zu zweit – im kargen paradiso,
nicht jeder besucher läßt sich abschrecken.

Fotos: Olaf Spillner

Heilbad a.D.