Annette Munk – unverbesserlich 2014

Annette Munk und Thomas Gerlach bei der Vernissage zur Ausstellung unverbesserlichim Lügenmuseum in Radebeul-Serkowitz am 10. Oktober 2014. Foto: André Wirsig

Wer es erlebt hat, weiß: die Planwirtschaft führte selten zur angestrebten „immer besseren Befriedigung der materiellen und kulturellen Bedürfnisse“ der Bürger der DDR. Es wurde zwar planmäßig produziert, oft jedoch an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Das führte auch dazu, dass es bestimmte Dinge auf unbestimmte Zeit einfach nicht zu kaufen gab. Mal war es die Butter, mal war es das Klopapier. Dafür waren die Läden gefüllt mit Dingen, die man kaufte, weil es eben diese und keine anderen gab. So war 1982 beispielsweise das Jahr, wo es nur linke Schuhe zu kaufen gab. Die Produktionspläne waren laut Stückzahl erfüllt. Aber wie ging es den Füßen?
So kam man entweder damit klar oder man kam auf die Idee, sich das Gewünschte selbst zu produzieren. Handwerkliche Fähigkeiten standen verständlicherweise hoch im Kurs. Kreativität war lebenswichtig. Und diese entwickelte sich zwar unter einfachsten technologischen Bedingungen, aber in unvorhersehbar hohem Maße.

„Nur linke Schuhe oder Samisdat und Eigenbau?“ von Annette Munk. Die Ausstellung unverbesserlich im Lügenmuseum in Radebeul-Serkowitz am 10. Oktober 2014. Foto: André Wirsig

Annette Munk
geboren 1962 in Erfurt, lebt und arbeitet als Bildende Künstlerin in Berlin
1983-89 Studium an der Hochschule für Kunst und Design Halle, Burg Giebichenstein
2001-05 Studium Kunst im Kontext, Universität der Künste Berlin
Ausstellungen im In- und Ausland
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